Marie-Jeanne

Wie Haben Hunde Sex
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Rüden sind immer zur Paarung bereit. Hündinnen jedoch nur zweimal im Jahr während der kurzen Periode ihrer Läufigkeit.

Beschreibung

Früher war alles anders. Hunde durften sich vermehren, wann und mit wem sie wollten. Einige wenige Glückspilze erreichten das Stadium der Fortpflanzungsfähigkeit, die Hundemehrheit aber überlebte wohl nicht einmal die Welpenzeit. Heute löst der Anblick kopulierender Hunde in der Öffentlichkeit Entsetzen und Hilflosigkeit aus.

Die Folge: Hunde werden so früh kastriert oder chemisch unfruchtbar gemacht, dass sie selten auch nur eine Ahnung von Gelüsten jenseits ihres Futternapfes entwickeln können.

Andere stehen unter Bewachung von Herrchen und Frauchen, jedes harmlose Techtelmechtel wird schon im Ansatz gestoppt. Ein Sexualleben für Hunde ist hierzulande eher eine Seltenheit. Doch leiden Hunde darunter, wenn wir ihre Fortpflanzung kontrollieren? Oder übertragen Menschen hier nur eigene Vorstellungen auf den Hund?

Sexualverhalten hund

Eine Spurensuche. Der Kanidenexperte Günther Bloch sieht die Angelegenheit heute differenziert: "Natürlich gibt es hypersexuelle Rüden, die es jedesmal quält, wenn eine Hündin in ihrer Nähe läufig ist. Aber die Mehrheit kann ganz gut mit der Sexkontrolle durch den Menschen umgehen. Bei Wölfen entspricht es eher der Norm, dass nur Leittiere Zugang zur Ressource Sex bekommen.

Doch lässt sich der domestizierte Canis lupus familiaris hier überhaupt noch mit seinen wilden Vorfahren vergleichen? Für den österreichischen Verhaltensbiologen Professor Dr. Kurt Kotrschal stehen beim Sexualverhalten von Hund und Wolf die Unterschiede im Vordergrund: "Unsere hoch gezüchteten modernen Hunde sind darauf angewiesen, im Nahbereich des Menschen zu leben.

Spitz wie nachbars lumpi: sexualität bei hunden

Hier sind sie entstanden, deshalb sind sie kaum in der Lage, sich ohne menschliche Hilfe erfolgreich fortzupflanzen. Aber die Beziehung ist nicht monogam wie bei den Wölfen. Ist in der Nachbarschaft eine Hündin läufig, geht der Rüde stiften, und auch die Hündin erhört gern andere Freier, wenn sie die Gelegenheit dazu hat. Jeder mit jedem, das ist undenkbar bei Wölfen.

Für Kurt Kotrschal ist das bunte Treiben eine Folge der Domestikation: "Ein Leben im Überfluss und unter dem Schutz der Menschen hat feste Fortpflanzungsregeln überflüssig gemacht und damit zum Verlust jeglicher Geburtenkontrolle geführt. Der Fürther Verhaltensökologe Dr. Seine Vermutung: Unter erschwerten Bedingungen würden rudelinterne Fortpflanzungsgesetze bei den von Bloch beobachteten Tieren verschärft.

Die Verhaltensforscherin Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen vom Zoologischen Institut der Universität Kiel sieht auch rassebedingte Unterschiede bei der Ausprägung hündischer Lust: "Natürlich sollten wir stets vorsichtig sein und Pauschalisierungen vermeiden.

Aber beim Vergleich des Sexualverhaltens zwischen Hunden mit dem Rest der Kanidenfamilie kommt es auch auf die unterschiedlichen Rassen an. Wie aber sollen Menschen mit der sexuellen Freiheit von Terrier, Mops und Co. Eine hemmungslose Vermehrung will jeder vernünftige Hundehalter verhindern.

Doch was ist zu tun, wenn die alte Dame mit läufiger Dackelhündin vom aufdringlichen Ridgeback verfolgt wird oder in einem Haushalt mit vier Kindern ständig die Haustür offen steht? Hier wird es schwierig mit einer entspannten Haltung zum Thema Hundesexualität. Aber welche Verhütungsmethode wird Hunden gerecht? Besonders beim Thema Kastration scheiden sich die Geister. Für Verhaltensforscher kommt wie haben hunde sex Kastration nur für dominantaggressive Hunde oder hypersexuelle Rüden, die bei jeder Läufigkeit einer Hündin leiden, infrage: "Es gibt viele Aggressionsformen, nur die Dominanzaggression wird tatsächlich vom Testosterongehalt beeinflusst.

Auch Günther Bloch sieht den Menschen in der Verantwortung, wenn Hunde mit jedem hergelaufenen Geschlechtsgenossen Streit vom Zaun brechen oder Sex haben wollen. Dass ihn das situativ frustrieren kann, ist klar. Aber Frustration gehört zum Leben, die Welt ist nicht immer nur nett. Das ist ein sehr fein abgestimmtes System, das dann aus dem Gleichgewicht kommt. Die Hirnanhangdrüse steuert diese Hormonproduktion, indem sie darauf achtet, dass die beiden Hormone im Gleichgewicht bleiben.

Udo Kopernik, Pressesprecher des VDH, hat für DOGS überschlagen, wie viele Hunde in Deutschland mindestens ein Mal "dürfen". Um diesen Bestand zu erhalten, benötigen wir pro Jahr etwa Von diesem Bedarf werden etwa zwanzig Prozent aus dem Ausland gedeckt, die Tendenz dieser Importe ist steigend. Damit verbleiben Da aber nicht alle Vierbeiner ein geregeltes Fortpflanzungsverhalten haben werden und vermutlich die eine oder andere Hündin auch zwei Würfe in einem Jahr haben kann, vermutet Kopernik, dass an den Würfen rund Bei den Hundemännern sieht es anders aus: Da es in der Rassehundezucht üblich ist, erfolgreiche Rüden häufiger einzusetzen, wird die Zahl der am Sexualleben Beteiligten deutlich unter der der Hündinnen liegen.

Bei den Mischlingen dürfte es ähnlich sein, denn es gibt im ländlichen Raum durchaus Rüden, die sich überproportional häufig fortpflanzen, während anderen nur bleibt, die Dorfcasanovas vom eigenen Gartenzaun aus zu bewundern. Hinzu kommen natürlich die Paarungen, an denen sterilisierte Hunde beteiligt sind oder die, bei denen Trächtigkeit abgebrochen wurde. Verhaltensforscher fordern deshalb, Hündinnen wenn überhaupt erst nach der dritten Läufigkeit zu kastrieren und Rüden mindestens zwei Jahre alt werden zu lassen.

Tierärzte sehen das oft anders. Sie machen auch auf die gesundheitlichen Aspekte bei der Diskussion aufmerksam. Doch was sagt das Tierschutzgesetz? DOGS-Rechtsexperte Michael Schäfer: "Paragraf 6 des Tierschutzgesetzes lässt Geschlechtsorgan-Amputationen zu, wenn die Unfruchtbarmachung erforderlich ist, um eine unkontrollierte Fortpflanzung zu verhindern.

Die Entscheidung, ob die Kastration mit der Fortpflanzungskontrolle im Einzelfall vernünftig begründet werden kann, muss letztendlich der Tierarzt fällen. Pauschale Empfehlungen zum Thema Kastration lehnt die auf Reproduktionsmedizin spezialisierte Fachtierärztin Dr. Anja Seefeldt deshalb ab: "Man muss immer die Situation im Blick haben. Zum Testen, ob die Kastration überhaupt der richtige Weg zu mehr Entspannung im Alltag von Mensch und Hund sein kann, bietet sich ein neues Verhütungsmittel für Rüden an: Ein Implantat der Firma Virbac dient der chemischen Kastration.

So kann man erfahren, ob und mit welchen Verhaltensumstellungen der Rüde auf die Kastration reagiert", erklärt Dr. Anja Seefeldt - Kosten um 85 Euro. Für Hündinnen gibt es ebenfalls eine hormonelle Läufigkeitsverhinderung, "allerdings mit möglichen Nebenwirkungen wie Gebärmutterentzündung.

Welcher Verhütungsschutz passt, hängt also von der Persönlichkeit des Tieres ab, seiner Lebenssituation - und wie tolerant sich sein Mensch zeigt. Wer damit ein Problem hat, sollte sich keinen Hund halten", findet Kurt Kotrschal. So kommt es dazu, dass Rüden nach ihrer Kastration weiter den dreibeinigen Stand beim Markieren zeigen oder auch weiterhin decken, wenn sie es vorher einmal gemacht haben. Eine Verhaltenskorrektur, wie sie sich viele Hundehalter von einer Kastration erhoffen, bleibt deshalb oftmals aus. Doch warum tun Menschen sich überhaupt so schwer beim Anblick kopulierender Hunde, zumal in der Öffentlichkeit?

Der niederländische Biologe Midas Dekkers hat sich im Lauf seiner Forschungszeit besonders der Beziehung zwischen Mensch und Haustier gewidmet.

Das vorspiel

Eine seiner Theorien lautet: Haustiere sind für Menschen häufig wie kleine Kinder, die zu ihrer Erheiterung fröhlich über die Wiese tollen sollen. Spätestens mit dem Beginn der Pubertät wird aber deutlich, dass es auch bei Hunden Männchen und Weibchen gibt, die eigene Interessen verfolgen und sich gern fortpflanzen würden. Doch nicht immer ist die Paarungshaltung ernst gemeint, gibt der Kanidenforscher Günther Bloch zu bedenken: "Das spielerische Aufreiten ist eine Sequenz aus dem normalen Sexualverhalten, das schon ganz kleine Welpen zeigen.

Doch beim Spielen kommt es ständig zur Vermischung von mehreren Funktionskreisen. Eine Jagdsequenz wird von einer Kampfsequenz abgelöst, die wiederum in ein Aufreiten mündet. Das ist ganz normales Hundeverhalten, da sollten sich Menschen heraushalten! Bespringt der eigene Hund aber Artgenossen, die seinem Geschlecht angehören, ist für manche Halter die Schmerzgrenze erreicht. Dorit Feddersen-Petersen erklärt das so: "Für einige ist der Hund ein erweitertes Ich.

Die nehmen so ein Verhalten sehr persönlich und schämen sich in Grund und Boden. Zum Problem wird Aufreiten erst dann, wenn ein Hund ständig das Tischbein, Menschen oder wehrlose Kollegen zur Triebabfuhr auswählt. Das machen Sie fünf bis sechs Mal, dann hat der Hund das verstanden. In einem Familienverband würden die Leittiere extremes Aufreiten auch nicht durchgehen lassen. Da brauchen hormonübersteuerte Jungspunde auch die deutliche Ansage von uns.

Doch weil sich manche Hundebesitzer mit dieser Aufgabe der Korrektur überfordert fühlen oder sogar sichtlich stolz auf ihren Macho auf vier Beinen sind, haben findige Geschäftsleute ein besonderes Spielzeug für Hunde entwickelt. So wirbt die französische Firma Inouy mit dem Slogan "sex toys for trendy dogs", und unter www. Günther Bloch findet das nicht so problematisch: "Wenn dadurch das Sofakissen verschont wird und es den Hund glücklich macht - warum nicht?

Viele Hunde sind so sexbesessen, weil sie keine befriedigenden Tätigkeiten kennengelernt haben. Verhütung durch Kastration oder Sterilisation? Anja Seefeldt, Fachtierärztin für Reproduktionsmedizin, erklärt die Vor- und Nachteile der Operationsmöglichkeiten.

Verletzungsgefahr: hunde beim sex nicht trennen

Die Keimdrüsen beim Rüden die Hoden, bei der Hündin die Eierstöcke werden entfernt, dadurch wird die Produktion bestimmter Sexualhormone ausgeschaltet. Bei Hündinnen unterscheidet man zwei Kastrationsmethoden: die Ovarektomie, Eierstöcke werden entfernt, und die Ovarhysterektomie, Eierstöcke und Gebärmutter werden entfernt.

Bei der Ovarektomie ist der Schnitt kürzer und die Belastbarkeit der Wunde schneller erreicht. Allerdings kann es durch mehrere durchlaufene Zyklen zu Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut kommen, so dass spätestens bei mittelalten Hündinnen die Gebärmutter mit entfernt werden sollte. Spätere Kastration: Gewichtszunahme durch veränderten Stoffwechsel, Neigung zu Inkontinenz bei Hündinnen.

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