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Mannheim Hässlich
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Oktober Kein Wunder — erzählt sie doch schonungslos ihre Eindrücke, um am Ende in einem Satz eine Liebeserklärung auszusprechen, wie sie schöner nicht sein könnte. Der Artikel ist zuerst im Amherst Wire erschienen.

Beschreibung

Zehn Meter breit ist das neuste Wandgemälde in Mannheims Streetart-Galerie.

Kultur pur in der metropolregion

Künstler Falk Lehmann, bekannt als Akut, zeigt darauf die Porträts zweier Holocaust-Überlebender. Für Graffiti-Künstler aber spielt sie in der ersten Liga, was vor allem daran liegt, dass sie das zu bieten hat, was anderen Touristenzielen fehlt: Street Credibility.

Luigi Toscano ist schon einigen Staats- und Regierungschefs begegnet. Als Fotograf und Filmemacher hat der Jährige für sein Projekt " Gegen das Vergessen " Überlebende auf der ganzen Welt porträtiert.

Immer wieder wird er eingeladen, seine Arbeit an bedeutenden Orten wie dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York zu präsentieren. Und es bleibt nicht aus, dass er bei solchen Gelegenheiten gefragt wird, wo er, der Fotograf, denn eigentlich herkomme.

Das Stadtbild wird von Bausünden der Nachkriegszeit geprägt.

Die Industrie- und Arbeiterstadt war im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und ohne ästhetische Skrupel wieder aufgebaut worden. Und dann fügt er hinzu: "Aber Mannheim ist eine tolle Stadt, eine lebendige Stadt.

Er muss das nicht lange erklären, denn man trifft ihn vor einer vierzehn Meter hohen Hauswand, auf der gerade einer der renommiertesten Graffiti-Künstler Deutschlands zugange ist: Falk Lehmann, 42, bekannt unter dem Pseudonym Akut, steht auf der Hebebühne eines Krans und trägt mit schwarzer Sprühfarbe die Umrisse eines riesigen Gesichts auf.

Allein die Augen sind gut einen halben Meter breit. Lehmann ist Teil des Künstlerduos Herakut, das international hoch angesehen ist. Dem Laien wird das immer gerne damit verdeutlicht, dass die beiden schon von dem amerikanischen Schauspieler Jim Carrey beauftragt wurden, sein Haus anzumalen.

Abreiseführer: wie hässlich deutsche großstädte in wahrheit sind

Akut also ist für eine Woche aus Berlin nach Mannheim gekommen, um das neueste Werk für ein Projekt zu schaffen, das in der Streetart-Szene weit über Deutschland hinaus Beachtung findet: Mannheim ist dabei, sich in eine Open-Air-Galerie für hochwertige Fassadenkunst zu verwandeln. Jedes Jahr kommen neue Wandgemälde hinzu, sogenannte Murals, Falk Lehmanns wird die Nummer 27 sein.

Für die Initiatoren geht es nicht allein darum, Farbe in Mannheims graue Wohngegenden zu bringen. Mannheim spielt nicht in der Regionalliga. Künstler aus Russland, Spanien und Polen haben sich schon für das Projekt verpflichten lassen, das unter dem etwas sperrigen Titel "Stadt.

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Hinter "Stadt. Kunst" steckt das engagierte Team der Alten Feuerwache, einem städtischen Kulturzentrum, das in seinen denkmalgeschützten Räumen Konzerte und Lesungen veranstaltet - und das vor sieben Jahren eher zufällig zur Fassadenkunst kam.

So sagt es der Leiter Sören Gerhold. Mehr als sieben Jahre ist das her. Damals hat das Künstlerduo für sein "Giant Storybook Project" auf der ganzen Welt nach Häuserwänden gesucht, auf denen dann einzelne Seiten eines Buchs entstehen sollten. Die Alte Feuerwache fand in der Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft GBG einen Partner, der sofort bereit war, nicht nur kostenfrei eine Wand zur Verfügung zu stellen, sondern auch noch die Kosten für den Kran zu übernehmen.

Wie hässlich deutsche großstädte in wahrheit sind

So entstand an der Stirnseite einer der innerstädtischen Wohnkasernen eine fantastische Mädchengestalt, sechs Stockwerke hoch. Viele Mannheimer waren von dem Werk begeistert, sagt Sören Gerhold.

Deshalb hat die Alte Feuerwache schon im nächsten Jahr den Moskauer Graffiti-Künstler Dmitri Aske eingeladen. Der brachte einen Häuserblock entfernt seine Interpretation von Rodins "Denker" an die Wand.

2. und die häuser erst – alles total unspektakulär.

Die GBG-Siedlung in der Innenstadt ist die Keimzelle des Projekts und deren Zentrum: Hier liegen die Murals besonders dicht beieinander. Längst hat sich die Kunst aber auf Wände im ganzen Stadtgebiet ausgebreitet - auch in den ärmeren Vierteln hat sie Einzug gehalten.

Streetart steht oft unter dem Verdacht, oberflächlicher Pop zu sein und nur auf Ästhetik zu gehen. Doch bei vielen Bildern in Mannheim geht es um mehr.

1. du spielst mit dem gedanken nach mannheim zu fahren? lass es! es ist einfach nur abscheulich dort.

Das neueste Werk ist zum Beispiel das erste, bei dem der ausführende Künstler nicht allein darüber entschieden hat, was das Motiv sein wird. Sören Gerhold hat Falk Lehmann gefragt, ob er das fotografische Erinnerungsprojekt von Luigi Toscano, das ja auch immer ein Projekt im öffentlichen Raum war, in ein Streetart-Werk übersetzen würde. Die Interpretation habe auf der Hand gelegen sagt er: "Um das verblassende Thema wieder bunt darzustellen.

Fünf Tipps, wie man dabei Fehler vermeidet.

Home Panorama Leben und Gesellschaft Mannheim: Kann Graffiti ein Stadt-Image retten? Detailansicht öffnen.

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Rivalee

Willkommen in Mannheim, der angeblich zweithässlichsten Stadt Deutschlands.
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Vi

Gibt es überhaupt eine einfache Antwort auf diese Frage?
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Zabrina

N ichts wird beschönigt, hier ist mehr Schatten als Licht: Wussten Sie schon, dass es laut deutschem Städtevergleich in Wuppertal am häufigsten regnet und aus Halle an der Saale die meisten Menschen fortziehen und die wenigsten hinziehen?
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Minetta

Dahinter aber ist die Baustelle voll in Fahrt: Abstrahlen der mit Farbe mehrfach gestrichenen Fassaden, Instandsetzen des Mauerwerks, Einbau neuer Treppenhäuser und neuer Fenster, Isolierungen und kompletter Innenausbau.
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