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Harrisleer Straße Flensburg
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Hier findest du hilfreiche Orte und Ausgehmöglichkeiten auf und in der Nähe von Harrisleer Str. In der Liste oder im Stadtplan findest auch du den Ort oder Service, der dich interessiert. Veranstaltungsorte Flensburg. Sehenswürdigkeiten Flensburg. Abfallentsorgung in Flensburg. Apotheken-Notdienst in Flensburg.

Beschreibung

In dieser Ausgabe hält Günter Schmidt, JahrgangRückblick. Foto: Kleffel Günter Schmidt kam am Aufgewachsen ist er im Haus Nr. Diese Bezeichnung stammte noch aus der Kaiserzeit, als englische Werftbau-Konstrukteure mit ihrem Knowhow zum Bau der Werft nach Flensburg geholt worden sind. Schon drei Generationen seiner Vorfahren waren hier zuhause.

Die Männer arbeiteten auf der Werft. Bis waren hier rund 68 Einzelhandel- und Gewerbebetriebe vielfältigster Art angesiedelt. Er konnte nur etwa 10 Gewerbetreibende und eine Moschee entdecken!

Harrisleer straße – auch „klein england“ genannt

Die ihm von damals vertrauten Menschen sind fast alle weggezogen oder längst verstorben! Als er auf die Welt kam, war sie 64 Jahre alt! Sie hatte kaum Haare auf dem Kopf und keinen Zahn im Mund.

Ihre Tochter war Günters Oma, die mit Wilhelm Schmidt, sen. Der Opa arbeitete als Nieter auf der Werft. Deren Sohn Wilhelm Schmidt, jr.

Er war Schiffbauhelfer auf der Werft. Nach langer Arbeitslosigkeit bekam Günters Vater im Jahr als Schiffbauhelfer eine Anstellung auf der Werft. Gearbeitet wurde 60 Stunden in der Woche.

Plz flensburg – harrisleer straße (postleitzahl)

Die Stellagen bestanden noch aus Holz. Beim Neubau von Schiffen waren die Männer im Sommer der Hitze und im Winter dem eiskalten Seewind ausgesetzt. Ab war Günters Vater mit dem Bau von U-Booten beschäftigt.

Wie unser Chronist berichtet, musste er im Kiel des Bootes Verstrebungen anbringen, an denen die Batterien befestigt werden konnten. Diese Arbeiten mussten liegend durchgeführt werden. Die Löhne wurden immer freitags in bar ausgezahlt. Nach Feierabend standen dann einige Ehefrauen an der Pforte des Werfttors, um ihren Männern noch vor dem Gang in die Kneipe die Lohntüte abzunehmen. Diese Peinlichkeit ist Günters Mutter erspart geblieben. Dem Vater hat ein Taschengeld für Tabak und Zigarettenpapier gereicht.

Im Jahr wurde er von der Werft abgezogen und in den Krieg geholt. Unser Chronist Günter Schmidt berichtet von den vielen Kindern, die in seiner Wohngegend gleichzeitig aufgewachsen sind.

Plz flensburg – harrisleer straße (postleitzahl)

Dabei handelte es sich nicht um kinderreiche Familien — es gab höchstens mal eine Familie mit 6 Kindern! Es waren die vielen Familien mit insgesamt etwa 40 Kindern, die in den Häusern von Nummer 2 bis 10 und im Haus Nummer 67 auf engstem Raum wohnten. Die Mütter mussten sich nicht um die Kinder kümmern! Die Frauen verbrachten ihre Zeit beim Schlangestehen, im Haushalt beim Kochen, Wäsche waschen, Kohle und Holz besorgen, Garten machen und — die Tiere füttern, wenn ein Schwein oder Hühner zu versorgen waren. Auf dem Wagen befand sich ein Aufbau mit einer Luke, durch die der Müll geschüttet wurde.

Drei Viertel davon war Asche. Mit den Küchenabfällen wurden die Schweine und Hühner gefüttert. Hier entsorgten die Anwohner alles was weg musste. Wenn sich Abfälle entzündet hatten, kam die Feuerwehr! Die Kinder haben sich beim Spielen gegenseitig erzogen ohne dass sich die Eltern bei Auseinandersetzungen einmischen mussten.

Die Jüngeren konnten oft genug beobachten und dabei lernen wie die Älteren ihre Probleme lösten. Es wurde kurz diskutiert, entschieden und weitergemacht. Das ging ohne Schlägereien ab!

Wie Günter Schmidt beschreibt, hatten die Frauen in der damaligen Zeit mit Haushalt und Kindern mehr als reichlich zu tun. Es war nicht üblich, dass die Frauen einem Beruf nachgingen. Günters Mutter war da eine seltene Ausnahme. Sie war als Haushaltshilfe bei Familie Rothermund, den späteren Schwiegereltern von Beate Uhse, beschäftigt.

Einige Wochen vor Ausbruch des Krieges im September hatte sie von Herrn Rothermund den dringenden Rat bekommen Vorräte anzulegen. Schwere Zeiten würden bevorstehen. Die Mutter befolgte den Rat und kaufte unter anderem 10 Pakete Persil, Henko, Imi und Ata!

Zum Erstaunen ihrer Nachbarinnen konnte sie noch drei Jahre nach Kriegsbeginn auf ihre gehamsterten Vorräte zurückgreifen! Im Tornister steckten Schiefertafel und Griffel.

Harrisleer straße – auch „klein england“ genannt

Später wurde mit Federhalter und Tinte aus dem Tintenfass geschrieben. Ab gab es die Schulsparkasse.

Jeden Montag war Zahltag. Je nach der finanziellen Situation zu Hause zahlten die Schüler zwischen 20 und 60 Pfennige auf das vom Lehrer geführte Sparbuch ein. Nach der Währungsreform ist ihm ein kleiner Teil davon gutgeschrieben worden. Günter erinnert sich, dass während seiner Schulzeit einige Male Duschaktionen für die ganze Klasse durchgeführt worden sind. Nicht etwa am Ende einer Sportstunde, sondern eher auf Wunsch der Lehrer, die ihren Schülern in Abständen eine gründliche Körperreinigung ermöglichen wollten.

Innerhalb einer Stunde mussten 50 Jungen einer Klasse geduscht sein.

Harrisleer str., flensburg

Die Ansage, Seife und Handtuch mitzubringen, war am Vortag gemacht worden. Günter hat die Toilette auf dem Schulhof vielleicht zwei- oder dreimal während seiner ganzen Schulzeit aufgesucht. Nur aus reiner Not! Hinter einer hohen Planke versteckt befand sich zum Pinkeln eine mit Teer bestrichene Wand. Um sich zu erleichtern standen Lehrer und Schüler nebeneinander.

Der Wasserhahn war auf einem Pfosten angebracht.

Harrisleer str., flensburg

In den Pausen durfte sich jeder Schüler eine Handvoll Wasser zum Trinken nehmen. Damit alle in diesen Genuss kamen, musste es zügig gehen. Günter bezeichnet die Verdunklungsverordnung während des Krieges als Ärgernis und zusätzliche Belastung für die Bevölkerung.

Damit kein Licht aus den Wohnungen dringen konnte, mussten an allen Fenstern Verdunklungsrollos angebracht werden. Selbst die Autoscheinwerfer waren bis auf einen Zentimeter freien Sehschlitz verklebt. Aber es fuhren kaum Autos. Militär, Polizei, Arzt und einige Lieferwagen bildeten die Ausnahmen.

Deshalb konnte es sehr anstrengend sein, in der Dunkelheit voranzukommen. In langen Schlangen zu stehen war an der Tagesordnung! Sie waren mit Mengeneinheiten beschriftet als Brot- Nährmittel- Fleisch- Zucker- Milch- und Butterkarten. Weil oftmals nicht alle Produkte verfügbar waren, die dem Verbraucher lt. Um den Bestand von Speiseöl etwas aufzubessern, begleitete Günter seine Mutter zum Sammeln von Bucheckern in den Klueser Wald.

Einige Spielkameraden und Mutters Freundin, Frau Lorenzen, waren auch mitgekommen. Bucheckern werden unter Buchen auf den Knien gesammelt.

Sie sind federleicht und bringen deshalb auch nach stundenlangem Sammeln nur wenige Gramm auf die Waage. Das Ergebnis dieser Aktion war höchstens 0,33 Liter Speiseöl. Günter war damals sehr stolz auf seine Mutter! Günters Eltern Wilhelm und Frieda Schmidt hielten hinter dem Haus 15 Hühner und einen Hahn. Somit zählten sie zu den Selbstversorgern ohne Reichseierkarte.

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